Sieben erfahrene Praktiker vertreten unsere Mitglieder

Der Vorstand des Verbandes

Im Vorstand unseres Verbandes arbeiten sieben ehrenamtliche Vorstände zusammen. Sie repräsentieren die gesamte Vielfalt der Branche: von mittelständischen Homecarern bis zu weltweit tätigen Herstellern mit Homecare-Geschäft. Vorsitzender des Vorstandes ist aktuell der Geschäftsführer des Reha-Service-Rings Thomas Piel.

Unseren Vorständen haben wir drei Fragen gestellt:

  • Über welche Stationen Ihres Lebenslaufs sind Sie in die Homecare-Branche gekommen?
  • Was sind Ihre Ziele für den Verband?
  • Wofür stehen Sie im Verband?

Die Antworten lesen hier!

Thomas Piel – Vorstandsvorsitzender

Geschäftsführer Reha-Service-Ring GmbH

Vor 23 Jahren war meine erste Station der Pharmagroßhandel in Kombination mit Hilfsmitteln im Apothekengeschäft. Hier habe ich die ersten Verhandlungserfahrungen über Hilfsmittelverträge mit Krankenkassen gemacht. Anschließend wechselte ich als Geschäftsführer im Homecaremarkt in ein Versandhandelsunternehmen. Seit 14 Jahren bin ich jetzt Geschäftsführer des Reha Service Ring der mit Kostenträgern Verträge zu knapp 40 Produktgruppen schließt.

Ziel des Verbandes muss es sein professionelle Vertragsverhandlungen mit Krankenkassen zu führen. Das heisst wir wollen faire Verträge für Leistungserbringer und Kostenträger zum Wohle des Patienten erzielen.

Als Vorstand ist es wichtig, zusammen mit der Geschäftsführung und den Mitgliedern den strategisch richtigen Weg einzuschlagen und die erforderlichen Dinge anzupacken. Hier stehe ich für eine kommunikative, kontinuierliche und vorausschauende Verbundgruppenpolitik.

Dr. Boris Bromm – stellvertretender Vorsitzender

Senior Vice President, Bereichsleiter Gesundheitsrecht & Politik, RegAffairs, Quality, Forschungsförderung Fresenius Kabi Deutschland GmbH

Mein Name ist Boris Bromm. Als Jurist begann mein Weg in die Homecare-Branche in der Rechtsabteilung eines Gesundheitskonzerns. Er führte mich in die Geschäftsleitung von Fresenius Kabi Deutschland, wo ich neben rechtlichen, gesundheitspolitischen und regulatorischen Themen zeitweise auch das Key Account Management für Kostenträger verantwortet habe. Über Hospitationen auf onkologischen Stationen, in Ambulanzen und bei Palliativdiensten lernte ich Menschen kennen, die mit hohem Engagement sehr viel Gutes tun – und dabei mitunter eine erhebliche rechtliche Unsicherheit ertragen müssen.

In Zeiten, in denen die Verweildauer der Patienten im Krankenhaus immer kürzer, die ambulante Versorgung immer komplexer und der Pflegenotstand immer größer wird, spielt Qualität in der ambulanten Versorgung eine zentrale Rolle. Angefangen von einem erfolgreichen Entlassmanagement bis hin zur Einrichtung der „kleinen Intensivstation“ im Wohnzimmer des Patienten sind es die Homecare-Unternehmen, die in die Bresche springen. Der Verband Versorgungsqualität Homecare steht dafür ein, dass diese Leistung angemessen honoriert wird, so dass auch in Zukunft die Qualität in der ambulanten Versorgung sichergestellt werden kann.

Ich möchte, dass sich unser Verband zum führenden Sprecher der Homecare-Branche entwickelt, gerade auch gegenüber den Kostenträgern. Mein Ziel ist es, Kostenträger davon zu überzeugen, dass gute Produkte verbunden mit hochwertigen Dienstleistungen in der Homecare-Versorgung eine wichtige Investition darstellen, die wir uns langfristig erhalten müssen.

Anja Drygala – stellvertretende Vorsitzende

Leitung Recht und Verträge Sanitätshaus Aktuell AG

Seit nunmehr 20 Jahren bin ich für die Sanitätshaus Aktuell AG, einer bundesweiten Leistungserbringergruppe von Sanitätshäusern, Reha- und Orthopädiefachbetrieben und Homecareunternehmen tätig. Als Volljuristin erhielt ich in 1998 die spannende Aufgabe, für unsere Verbundgruppe eine zentrale Rechtsabteilung aufzubauen. Neben der Betreuung unseres Unternehmens und unserer Anschlusshäuser in rechtlichen Angelegenheiten gehört die Überprüfung und rechtssichere Gestaltung von Versorgungsverträgen mit gesetzlichen und privaten Krankenkassen zum Kernbereich meiner Tätigkeit. In 2010 übernahm ich neben meiner Position als Leiterin der Rechtsabteilung auch die Leitung der Abteilung „Krankenkassenvertragsmanagement“. In diesem Zusammenhang wurde mir in 2017 Prokura erteilt. Zu meinen Aufgaben gehört auch die Koordination unserer Verbands- und gesundheitspolitischen Aktivitäten.

Meinen juristischen Sachverstand sowie meine langjährige Erfahrung im Vertragswesen mit den Kostenträgern bringe ich gerne in meiner Arbeit für dem VVHC ein.

Neben der Sicherstellung einer qualitativ hochwertigen und individuellen Patientenversorgung durch ein nachhaltiges Vertragscontrolling liegt mir eine Optimierung der Versorgungsprozesse am Herzen. Daher setze ich mich bei meiner Tätigkeit im Vorstand und in den Verhandlungsteams für „schlanke“, administrativ einfach umsetzbare Verträge ein.

Sabine Gräfenstein

Geschäftsführerin AS medi-team GmbH

Ich bin examinierte Gesundheits- und Krankenpflegerin. Von 1990 bis 1994 habe ich als Endoskopieschwester im Sankt Georg Klinikum Eisenach gearbeitet und Ärzten beim Legen von PEG Sonden assistiert. Während dieser Zeit kam es immer wieder zu erneuten Krankenhauseinweisungen unserer Patienten, da im ambulanten Bereich Patienten, Angehörige und Pflegekräfte nicht ausreichend in die Nachsorge eingewiesen wurden. Homecare, wie wir es heute kennen, gab es damals noch nicht. Ab 1994 habe ich vier Jahre für die Firma Pfrimmer Nurtricia Patienten versorgt. 1999 gründete ich die AS medi-team GmbH in Eisenach. Inzwischen hat sich die Branche Homecare als zuverlässiger Partner in der Patientenversorgung etabliert. Patienten können nun professionell im ambulanten Bereich weiter behandelt werden.

Im Verband möchte ich in erster Linie mit den Krankenkassen eine Verhandlungskultur aufbauen, nach dem Prinzip der „Gleichlangen Spieße“.

Als Krankenschwester bringe ich meine Erfahrungen am Krankenbett ein. In den Vertragsverhandlungen kann ich direkt vom Kontakt mit den Patienten berichten, damit zukünftig nicht nur betriebswirtschaftliche Aspekte die Verträge bestimmen. Nur so ist es meines Erachtens langfristig möglich, die qualitative hochwertige Patientenversorgung aufrecht zu halten.

Dr. Udo Richter

Geschäftsführer n:aip Deutschland GmbH

Im Jahr 1986 habe ich als Medizinstudent und Krankenpfleger an der Uni Erlangen mein erstes Klinikentlassungsmanagement durchgeführt. Anschließend baute ich mit dem Hausarzt, der ambulanten Pflege und den Angehörigen ein häusliches Versorgungsmanagement auf. Die Produkte hatte ich in der Klinik in meinen VW Käfer eingeladen, da es zu dieser Zeit weder die Krankenkassenerstattung der Produkte noch irgendein adäquates Logistiksystem gab. Das war das Schlüsselerlebnis, das mir deutlich gemacht hat, dass das Klinik-Entlassmanagement komplexer, invasiver Behandlungen sowie das nachklinische Versorgungsmanagement ein eigenständiges Berufsbild darstellt, das ich „care:manager“ genannt habe.
Im Berufsbild des care:manager verbinden sich therapeutische Fachkompetenz mit der Wirtschaftlichkeit der Produktversorgung sowie der Koordinationskompetenz zur Steuerung des interdisziplinären Versorgungsnetzes von chronisch Kranken mit komplexem Behandlungsbedarf. Das optimale Zusammenspiel aller drei Komponenten entscheidet letztendlich über die Versorgungsqualität zum Patientennutzen.

Mein Ziel im Verband ist es faire Kassenerstattungspreise für Produkte, Dienstleistung und die medizinischen und koordinativen Leistungen, die mit der Versorgung untrennbar verbunden sind, durchzusetzen. Gleichzeitig setze ich mich dafür ein im digitalen Zeitalter die Versorgungsqualität effektiv und effizient weiter zu entwickeln.

Im Verband stehe ich für den Erhalt des inhabergeführten dezentralen Mittelstandes.

Frank Scheipers

Geschäftsführer AKP PLUS Dienstleistung GmbH

Ich bin über die Krankenpflege in den Homecare-Markt quer eingestiegen. Nach zehn Jahren auf einer strahlentherapeutischen Station mit hohem Palliativanteil, habe ich geholfen den parenteralen Versorgungsbereich einer Apotheke aufzubauen. Jetzt führe ich seit elf Jahren die AKP-Plus Dienstleistungsgesellschaft mbH.

Mein Hauptziel im Verband ist die partnerschaftliche Vertragsgestaltung mit den Kassen, um Dumpingpreise und den damit verbundenen Dienstleistungsabbau, der unweigerlich zu einer schlechteren Versorgung führt, zu verhindern.

Im Verband stehe ich für die qualitativ hochwertige Patientenversorgung ein. Als Krankenpfleger und Geschäftsführer eines Wirtschaftsunternehmens liegt mein Interesse in einer hochwertigen, hochspezialisierten Kundenberatung und -betreuung zu einem wirtschaftlich vernünftigen Preis.

Norbert Schütze

Geschäftsführer noma-med GmbH

Bis 1991 war ich Krankenpfleger und Stationsleitung der Urologie in Hildesheim. Anschließend arbeitete ich bis 1994 im Vertriebsaußendienst der Firma ConvaTec. Meine Erfahrungen motivierten mich im Oktober 1994 das Homecareunternehmen noma-med GmbH mit jetzt 200 Mitarbeitern zu gründen.

Mein Ziel ist es eine große Anzahl von Unternehmen in dem Verband zu bündeln und eine hohe Akzeptanz bei den Krankenkassen zu erreichen. Dabei helfen auch einheitliche Qualitätsrichtlinien, die wir festlegen und messbar machen. Außerdem habe ich das Ziel, dass wir Homecareleistungen transparent machen und in den Verträgen mit den Kassen verankern.

Ich möchte meine jahrelange Homecare-Erfahrungen in den Verband einbringen, Bindeglied zwischen dem VVHC und BVMed sein und Kollegen für die Arbeit im VVHC begeistern.

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